Rückblende 2015

2015: Erste Schritte auf dem Weg zu einer neuen Dorfmitte

Nach mehreren Vorgesprächen zu Beginn diesen Jahres und einem Intensiv-Workshop auf Grundlage der vom Bund geförderten „baukulturinitiative“ am 17. und 18.4. konnte eine umfangreiche Sammlung von Ideen für die Gestaltung der Dorfmitte zu Papier gebracht werden.

Im Nachfolgenden werden kurz die Ergebnisse der Ideensammlung präsentiert. Die folgende fotografische Darstellung der Dorfmitte stellt die räumliche Aufteilung der „neuen“ Dorfmitte vor.

Die räumliche Aufteilung der

Die Umgestaltung der Dorfmitte wurde in den vergangenen Jahren  in mehreren (zeitlichen) Etappen vorgenommen. Daraus entstanden mehrere, voneinander unabhängige Einzellösungen, die ein Gesamtkonzept vermissen lassen.

Der Arbeitskreis Dorfentwicklung strebt nun eine Neugestaltung der Dorfmitte an, dergestalt, dass die Flächen als Ganzes betrachtet werden und somit andere Gestaltungsspielräume möglich sind. Ziel der Neuplanung soll es sein, mehr Fläche für Veranstaltungen zu schaffen, ebenso soll im Bereich der Gastronomiebetriebe eine (verbesserte) Außengastronomie möglich sein. Der Dorfbrunnen soll reaktiviert und in die Gesamtgestaltung integriert werden.

 

Veranstaltungsfläche

Wesentliches Gestaltungsdefizit derzeit ist die eingeschränkte Fläche an der Kreissparkasse. Veranstaltungen sind nur in sehr begrenztem Maße machbar. Hier soll eine ausreichende Fläche geschaffen werden, um neben bereits existierenden Veranstaltungen

(01. Mai bzw. Weihnachtsbaumaufstellen) weitere, regelmäßige Veranstaltungen zu ermöglichen (regelmäßiger Markttag oder ein „Schmiedefest“).

Um dies zu erreichen muss im Bereich der Kreissparkasse zunächst einmal mehr Platz durch bspw. eine Verschiebung der Bushaltestelle und Verlegung von Parkplätzen in Richtung Fahrschule geschaffen werden. Durch teilweise Mitnutzung der Grünfläche kann somit die Veranstaltungsfläche verdoppelt werden.

 

Außengastronomie

Beginnend auf Höhe des Musikcafés über die Pizzeria bis hin zum Alt Schmidtheimer Hof sollen weitere Möglichkeiten einer Aussengastronomie geschaffen werden. Ebenso soll der alte Dorfbrunnen reaktiviert werden, um den Brunnen herum sollen Sitz- (und Liege-?) möglichkeiten angeboten werden.

 

Park- und Haltefläche

Die jetzige Fläche der ehemaligen Gaststätte Rausch soll als Park- und Bushaltemöglichkeiten genutzt werden. Mittel- und langfristig könnten weitere Parkmöglichkeiten an der ehemaligen Schule geschaffen werden.

 

Hauptstraße

Um ein besseres Gesamtbild zu erreichen muss in diesem Bereich auch die Hauptstraße umgestaltet werden. Die derzeitige Planung zu Kanalbaumaßnahmen ab Neustraße bis zur Urftbrücke macht es jetzt notwendig, Planungen bzgl. Der Straßenbeschaffenheit voranzutreiben. Hierzu sind aus unserer Sicht u. a. folgende Punkte bedeutsam:

 

  • Durchgehendes Tempo 30 auf Höhe der Dorfmitte
  • Schaffung eines sicheren Verkehrsraums – insbesondere für Kinder
  • Durchgehender Platzbelag über die Straße (wird den Veranstaltungsplätzen angeglichen)
  • Vereinheitlichung des Straßenbelags, so dass Straße und Dorfflächen als eine Einheit erscheinen

Aussichten

Durch die notwendigen Kanalbaumaßnahmen im Bereich der Hauptstraße wird kurzfristig die Planung der Umgestaltung der Hauptstraße angegangen.

Hierzu werden mit dem Straßenbaulastträger die notwendigen bzw. erwünschten Maßnahmen besprochen und nach Möglichkeit umgesetzt.

Im nächsten Schritt wird versucht, Studenten für  Architektur, Städtebau, bzw. Landschaftsarchitektur einzubinden, um die Ideensammlungen mittels Skizzen, Bildern, Visualisierungen darzustellen. Damit soll es möglich sein, die Dorfmitte gegenüber Interessierten besser zu erläutern. Ebenso ist es für einen später zu beauftragenden Fachplaner einfacher, die Ideen in eine echte Planung umzusetzen.

Die Gemeinde wird bei Zustimmung des Rates versuchen, für die gewünschten Maßnahme entsprechende Fördermittel zu beantragen.

Im Idealfall werden bereits erste Ansätze Anfang nächsten Jahres zu sehen sein, wenn die Hauptstraße in Höhe der Dorfmitte einen auf das Konzept angepassten Belag erhält. Die eigentliche Umplanung sowie Umsetzung der Dorfmitte kann dann möglicherweise in 2017/2018 realisiert werden.

Auch wenn die Bahnunterführung nicht zur eigentlichen Dorfmitte gehört, so kann es doch als Erfolg bezeichnet werden, dass im Zuge der Diskussionen zur Dorfmitte auch die einseitige Verbreiterung des Bürgersteiges im Bereich der Bahnunterführung zur Erhöhung der Sicherheit unserer Mitbürger diskutiert und wahrscheinlich auch umgesetzt wird.

 

Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Interessierte ihre Meinung und Ideen zur Planung mitteilen möchten, idealerweise als email: info@ig-schmidtheim.de

 

An dieser Stelle möchten wir uns bei den Prof. Florian Kluge und Swen Geiss (Alanus-Universität Alfter) und ihrem Team bedanken, die es geschafft haben, unsere Gedanken und Ideen in ein klares Konzept für die Erneuerung der Dorfmitte zu gießen.