Baukultur konkret in Schmidtheim
Ergebnisse der Ideensammlung zur Dorfmitte in Stichworten

Freiraum

  • Platz wahrnehmen von Fassade bis Fassade (nicht von Straße bis Straße)
  • Zergliederung des Platzes aufheben
  • Neugliederung in drei Räume:
  • 1) Dorfmitte zwischen Kreissparkasse, VR-Bank, Pizzeria und Alt Schmidtheimer Hof
    -> zentrale Mitte, Gestaltungs- und Aufenthaltsqualität maximal steigern
  • 2) Übergangsraum auf Höhe der Fahrschule
    kann für Stellplätze und Bushaltstelle genutzt werden
  • 3) Sonderraum Bahnüberführung
    -> Äußeres mit geplanten Maßnahmen (Sandstrahlen, Beleuchtung) verbessern
  • Ausweitung des Freiraum bis an die Fassade der Kreissparkasse
  • Nutzung des Potentials Wasser: Quelle unter dem (im Moment wasserlosen) Brunnen integrieren
  • Neustrukturierung der Grünelemente: Bäume, Hecken in Abstimmung auf das neue Raumkonzept neu setzen, akzentuieren
  • Entwicklung eines neuen Beleuchtungskonzepts
  • Entwicklung eines neuen Möblierungskonzepts
  • große Freiräume schaffen: Platz für Festzelt, Markt, Veranstaltungen etc.
  • Ziel: Begegnungsraum, Aufenthaltsqualität, Treffpunkt
 

Verkehr

  • Durchgehendes Tempo 30 auf Höhe der Dorfmitte
  • Schaffung eines sicheren Verkehrsraums – insbesondere für Kinder
  • Durchgehender Platzbelag über die Straße
  • Schließung der Straße vor der Kreissparkasse -> Integration in die neue Platzfläche
  • Verengung der Durchgangsstraße auf das minimal notwendige Maß
  • Prüfung: Bürgersteigbreiten? Lage des Zebrastreifens?
  • Erhöhung der Platzfläche gegenüber der Straße: Bodenwelle zur Verlangsamung des Verkehrs
  • Prüfung: Verschiebung Straßenführung möglich? notwendig?
  • Verlegung der Bushaltestelle in Richtung Bahnüberführung um Raum zu gewinnen
  • Reduzierung der Stellplätze auf ein minimal notwendiges Maß
  • Verlagerung der Stellplätze Richtung mittlerer Platz (Nähe Fahrschule)
  • Bei Veranstaltungen (z.B. im Musik-Café) erweitertes Parkplatzangebot in näherer Umgebung schaffen (z.B. auf dem Grundstück der ehemaligen Schule)
 

Bebauung

  • Ergänzung des Bebauungsbestands durch einen Neubau neben der Kreissparkasse.
    Nutzung z.B. betreutes Wohnen sein. Dies würde
    • die Raumkanten des Platzes vervollständigen
    • die Dorfmitte neu beleben
    • dem im Dorfentwicklungskonzept formulierte Leitbilds des
      „Sozialkompetenzzentrums Schmidtheim“ entsprechen
  • Einbeziehung der Eigentümer der umliegenden Gebäude
    • Bedarf an Außenräumen diskutieren (Alt Schmidtheimer Hof, Pizzeria, Eifeler Musik Café, Flächen Kreissparkasse, Bäckerei)
    • Potentiale und Synergieeffekte einer Umgestaltung der Dorfmitte darstellen:
      bestenfalls private Investitionen an umliegenden Gebäuden auslösen
      -> Potentiale aufzeigen: Fassadengestaltung, Bezug Gebäude – Außenraum
  • Langfristig: Hinterfragen der Raumkante an der VR-Bank:
    Neue Raumkante auf Höhe der Mauer schaffen? ggf. durch neues Gebäude?
 

Nutzung

  • Prüfung: Welche Nutzungen sind denkbar?
  • Prüfung: Welche Nutzungen erlauben die bestehenden Gebäude
  • Berücksichtigung möglicher Veranstaltungen bei der Freiraumplanung:
    Markt, Schmiedefest, Junggesellenfest, 1. Mai,
  • Einbeziehung möglicher zukünftiger Nutzer: Interessent Bio-Fleischer
  • Prüfen / anfragen: Welche Nutzungen suchen aktuell / in naher Zukunft einen neuen Standort?
 

Strategie

  • Klärung der im Workshop formulierten Fragen (siehe Anhang Seite 10)
  • Beauftragung eines qualifizierten Team von Landschaftsarchitekten (Freiraum)
    und Architekten (Städtebau und Gebäude) in Ergänzung des beauftragten
    Tiefbauers / Verkehrsplaners zur integralen Planung der neuen Dorfmitte
  • Diskussionsräume, Gemeinschafterlebnisse schaffen, um Geleistetes zu zeigen und zu diskutieren („Für den kleinsten Anlass ein großes Fest“)
  • (falls die Zeit dafür da ist): Einbindung von Entwurfsstudierenden (Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur) zur Produktion von Skizzen, Bildern, Visualisierungen,
    um Vorstellung von der Qualität der neuen Dorfmitte zu bekommen
  • Realisierung im Zuge der Leitungserneuerung

 

ARGE Baukultur konkret
Alfter, 24.04.2015
Prof. Dr. Florian Kluge
Prof. Swen Geiss